Die Röntgen-Aufnahmen werden nach entsprechender
Einstellung von einer erfahrenen MTRA durchgeführt.
Die zu untersuchende Körperregion muss entkleidet
werden, sämtliche Gegenstände (vor allem metallisch:
Schmuck etc.), die sich im untersuchten Bereich befinden,
müssen abgenommen werden.
Bei den speziellen Röntgen-Untersuchungen ist es
notwendig ein Kontrastmittel barium- bzw. jodhaltig zu
verabreichen.
Bei der Speiseröhrendarstellung wird das Kontrastmittel
getrunken und Aufnahmen unter Durchleuchtung von dem Radiologen
angefertigt.
Bei der Magen- und Zwölffingerdarmuntersuchung
wird außer bariumhaltigem Kontrastmittel zwecks
Erreichen eines Doppelkontrastes noch Brausepulver mit
Wasser eingenommen, auch hier fertigt der Radiologe im
Anschluss unter Durchleuchtung Zielaufnahmen an.
Bei der Doppelkontrastuntersuchung des Dickdarmes
wird zunächst ein Kontrastmitteleinlauf über
ein im Enddarm plaziertes Rohr vorgenommen, danach erhält
der Patient eine Spritze in die Vene zwecks Weitstellung
und Ausschalten der Darmmotorik.
Anschließend erfolgt über das liegende Darmrohr
Luftgabe. Der Radiologe fertigt dann unter Durchleuchtung
Zielaufnahmen des gesamten Dickdarmrahmens an.
Bei der Untersuchung des Dünndarmes nach Sellink
plaziert der Radiologe zunächst nach vorheriger Betäubung
(Spray) des Nasenrachenraumes über die Nase bzw.
den Mund eine sehr dünne Sonde (Schlauch) in den
Dünndarm. Anschließend werden Kontrastmittel
und eine spezielle Methylcelluloselösung über
die Sonde direkt in den Dünndarm gegeben. Am Ende
erfolgen unter rotierender Durchleuchtung Zielaufnahmen
des gesamten Dünndarmes.
Bei Arthrographien (Gelenkdarstellung) wird vom
Radiologen das Kontrastmittel direkt über eine kleine
Nadel in das zu untersuchende Gelenk gespritzt und unter
Durchleuchtung Zielaufnahmen angefertigt.
Bei Phlebographien (Venendarstellung) wird eine
kleine Nadel in eine Fußrücken- bzw. Handrückenvene
plaziert und Kontrastmittel direkt in die Vene gespritzt.
Unter Durchleuchtung fertigt dann der Radiologe Zielaufnahmen
an.
Bei Sialographien (Speicheldrüsengangdarstellung)
und bei Fistulographien (Fistelgangdarstellung) wird das
Kontrastmittel direkt in den Speicheldrüsengang mit
Hilfe einer feinen stumpfen Kanüle bzw. direkt in
den Fistelgang unter Verwendung von verschiedenen Kanülen
bzw. Oliven gegeben.
Nach sämtlichen Röntgen-Untersuchungen findet
nach kurzer Wartezeit ein persönliches Verabschiedungsgespräch
mit dem untersuchenden Radiologen im Arztzimmer statt.
Der oben beschriebene Verlauf der gängigen Röntgen-Untersuchungen
soll nur für einen kurzen Überblick dienen,
bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.